Entwicklung der Geburtshilfe und Gynäkologie im 19. by H. Fehling

By H. Fehling

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer booklet files mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

Show description

Read or Download Entwicklung der Geburtshilfe und Gynäkologie im 19. Jahrhundert PDF

Best german_8 books

Das Wesen des Gußbetons: Eine Studie mit Hilfe von Laboratoriumsversuchen

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer ebook records mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Extra info for Entwicklung der Geburtshilfe und Gynäkologie im 19. Jahrhundert

Sample text

B. die Sporen yom Milzbrand. Schimmelbusch wies nach, daB ein Z usatz von N atr. carbon. in 1-2% die Wirksamkeit und Sicherheit der Auskochung erhoht. Um das lastige Rosten der Instrumente zu verhuten, kam man bald darauf, alle Instrumente zu vernickeln. Die ausgekochten Instrumente lieB man bis zum Gebraueh teils in der Sodalosung, teils legte man dieselben auf trockene sterile Tucher, wo sie allerdings wahrend der Operation den Luftkeimen des Operationssaales ausgesetzt waren. Andere zogen vor, die Instrumente wahrend der ganzen Operation in eine desinfizierende Flussigkeit, 1proz.

Auf diese Weise lieB sich nachweislich eine bis an die Grenze der Sicherheit gehende Desinfektion erreichen. Dber die Moglichkeit und Sicherheit der Desinfektion der Hande sind zahlreiche Untersuchungen gemacht worden. Ich erinnere hier nur an die von Schimmelbusch. Kronig, Menge, Sarwey u. a. veroffentlichten Resultate. An meiner Klinik hat zuletzt Schumacher im Jahre 1901/02 zahlreiche Untersuchungen an den Handen des Personals und der Studierenden vorgenommen. Die Desinfektion der Hande wurde in der oben geschilderten Weise vorgenommen, am Schlusse derselben wurden die Hande mit sterilem Wasser abgespiilt, urn jeden storenden Rest yom Desinfektionsmittel zu entfernen.

Fur Verbandstoffe aIler Art, fUr Gaze, Tupfer, Unterlagen, Handtucher, Arzterocke, Operationskittel erwies sich der stromende Dampf als unschadliches und zuverlassigstes Desinfektionsmittel. N ach dem System des alten Dampfkochtopfes von Koch fUr Sterili~ 'sation im Laboratorium stellte die T echnik Dampfsterilisations~ apparate fur Verbandstoffe her, die bei 11/2-2 Atmospharen Druck in 1-2 Stunden eine genugende Durchstromung mit heiBem Dampf und nachheriges Austroeknen erzielten. Durch diese MaBnahrnen der Verscharfung und doch wieder der Vereinfachnng der Handedesinfektion und der zu Operationen notigen Instrumente und Verbandmittel hat die Sicherheit fur den geburtshilflichen und gynakologischen Operationsdienst einen gewaltigen Fortschritt gegen fruher erzielt.

Download PDF sample

Rated 4.16 of 5 – based on 16 votes